Hypnosetherapie

Hypnosetherapie ist die wohl älteste Heilmethode der Menschheit, die mentale Techniken nutzt, um leibliche und psychische Prozesse zu beeinflussen. Den mit der Hypnosemethode erzeugten Zustand nennt man hypnotische Trance. Es handelt sich dabei um einen lebendigen, natürlichen Prozess, der im Patienten abläuft und zu einer körperlichen und geistigen Gelöstheit führt. Es kommt dabei zu einer medizinisch messbaren Veränderung in der Aktivität verschiedener Hirnbereiche und des vegetativen Nervensystems. In Trance zu gehen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem der Wille etwas zu tun oder zu unterlassen in keiner Weise eingeschränkt wird. Die Trance ist kein Schlaf, sondern ein Zustand klaren Bewusstseins. Die Aufmerksamkeit ist erhöht und ausschließlich auf das gerichtet, was sich im Brennpunkt befindet. Übliche Denkmuster und stress-orientierte Körperzyklen treten in den Hintergrund. Im hypnotischen Trancezustand besteht eine verbesserte Empfänglichkeit für Ideen und Bedeutungen, sowie eine verstärkte Bereitschaft, auf diese zu reagieren. Die Trance kann man sich wie eine Brücke vorstellen, die unser sprachlich-logisches Denken mit unserem tieferen Wissen verbindet. Dieses Phänomen ermöglicht die Ursachen der individuellen Beschwerden zu erkennen und sich innerer Lösungswege bewußt zu werden. So kann das gewünschte Therapieziel erreicht und langfristig verankert werden.

"Hypnotische Suggestion kann den Gebrauch von Fähigkeiten und Potentialen erleichtern, die in einem Menschen bereits existieren, aber aufgrund mangelnden Trainings oder Verständnisses

ungenutzt oder unterentwickelt bleiben." Milton H. Erickson (1901-1980), amerikanischer Psychiater und Begründer der modernen

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